Wissenswertes zur Gemeinde

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Wissenswertes zur Gemeinde 2017-07-20T06:42:47+00:00

Ortsplan mit Parkinformationen

Bodman-Ludwigshafen besteht, wie der Name schon vermuten lässt, aus den beiden Orten Bodman und Ludwigshafen. Beide Orte haben ihren eigenen Charakter, beide haben ihre eigene Geschichte, die über Jahrhunderte in getrennten Bahnen verlief. Seit 1975 gehen die früher selbständigen Orte ihren Weg gemeinsam.

Bodman

Bodman ist eine der ältesten Siedlungen am Bodensee. An mehreren Stellen wurden Reste von Pfahlbauten aus der Stein- und Bronzezeit gefunden. Kelten-, Alemannen- und Römer-siedlungen sind durch Ausgrabungen nachgewiesen. Im 9. Jahrhundert stand zu Bodman eine Pfalz der Karolinger. Ludwig der Deutsche und besonders Karl der Dicke weilten oft und gerne auf ihrer Pfalz in Bodman. Letzterer ließ mit Reben aus Burgund den noch heute bestehenden Königsweingarten anlegen. Im Jahr 1277 verpfändete König Rudolf von Habsburg die Kaiserpfalz an den Ritter Johann von Bodman. Seit dieser Zeit ist der Besitz bei den Grafen von Bodman geblieben. Die alte Burg, die, im Gegensatz zu der am Seeufer gelegenen Kaiser-pfalz, auf dem heutigen Frauenberg stand, wurde im Jahre 1307 während eines Familienfestes durch Blitzschlag eingeäschert, wobei alle Familienangehörigen verbrannten. Nur der einjährige kleine Johannes wurde von der Amme, in einen Kessel verpackt, über die Burgmauern heruntergelassen und so gerettet. Zum Dank für seine Errettung stiftete er später den Platz, auf dem die Burg seiner Väter stand, dem Kloster Salem. Das Kloster hat auf dem Berg das Klostergebäude mit Wallfahrtskirche errichtet. Die heutige Burgruine auf dem Nachbarberg, Ruine „Alt Bodman“, die zweite Burg der Herren von Bodman, wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört.

Ludwigshafen

Ludwigshafen, als „Sernatingen“ 1145 erstmals urkundlich erwähnt, wurde 1294 für 95 Mark von Überlingen gekauft. 1808 wurde Sernatingen königlich württembergisch. Aber bereits zwei Jahre später erhielt Baden im Pariser Vertrag Nellenburg wieder zurück und damit war auch Sernatingen, der nellenburgische Seehafen, wieder badisch. Ludwigshafen war bereits zu Anfang des letzten Jahrhunderts Transitplatz für Waren und Zollgrenze zur Schweiz und zu Österreich. Ein alter Kran aus dem frühen 19. Jahrhundert ist noch heute am Hafen zu sehen. Weithin sichtbar erhebt sich unmittelbar neben der Schiffsanlegestelle ein bemerkenswertes Gebäude. Die in Stein gemeißelte Inschrift „Großherzoglich Badisches Hauptzollamt“ kündet noch heute von der einstigen Bestimmung und seinen Besitzern. Bei der Einweihung des neu gebauten Hafens (1826) erhielt dieser vom Großherzog Ludwig von Baden den Namen „Ludwigshafen“. Kurz danach wurde der Name des Hafens auf Wunsch der Gemeinde auf die gesamte Gemarkung ausgedehnt und der Ort Sernatingen wurde in Ludwigshafen umbenannt.