Aus Sicht der Gemeinde haben die Absperrungen der Uferanlagen Ansammlungen wirksam verhindert. Durch die Meldung selbst in den Verkehrsnachrichten des SWR blieben wohl auch schon einige Ausflügler weg, zumal der Südkurier ausführlich informiert hatte, wo man sonst noch an den See konnte.

 

In Ludwigshafen wurden am Samstag 70 Parkscheine gelöst, in Bodman nur 14. Am Sonntag waren es in Ludwigshafen 73, in Bodman 37. Dazu kamen noch 67 Fahrzeuge, die wegen fehlenem Parkschein bzw. Parkscheibe verwarnt wurden und diejenigen, die ordnungsgemäß z.B. mit Parkscheibe im Wohngebiet standen. Das sind immer noch rund 300 Fahrzeuge, die nach Bodman-Ludwigshafen zu Besuch gekommen waren. Das ist für einen Frühlingstag in diesem Fall erfreulich wenig, aber eigentlich immer noch zuviel. Von insgesamt 81 verwarnten Fahrzeugen kamen 32 aus dem Kreis Konstanz. Da die meisten Parkscheine auf dem Schlössleparkplatz gelöst wurden, ist davon auszugehen, dass vorwiegend auf dem Blütenweg gewandert wurde.

 

An den Absperrungen gab es mehrfach Diskussionen. Der Gemeindevollzugsdienst stellte eine sehr aggressive Grundstimmung fest, da naturgemäß nur uneinsichtige Personen vor Ort waren; die anderen waren gar nicht erst gekommen. Ein Mitarbeiter des Bauhofs hat einen Radfahrer am Übersteigen der Absperrung in der Parkstraße hindern wollen, nachdem Ihm Gewalt angedroht wurde, ließ er es bleiben. Leider liegen keine Anhaltspunkte für eine erfolgreiche Strafverfolgung vor.

 

Insgesamt wurden 5 Personen aus dem gesperrten Bereich verwiesen. Da sich alle einsichtig zeigen und geltend machten, die Absperrungen nicht gesehen zu haben, wurde von Anzeigen abgesehen.

Tatsächlich nachvollziehbar ist diese Ausrede nur bei einer Standup-Paddlerin, die vom See her an die Uferanlagen in Bodman kam.

 

Als besonderer „Hotspot“ erwies sich das Naturschutzgebiet am Seeende. Die Parkplätze an dessen Zugängen waren überbelegt. In einem Fall kam es beinahe zu Übergriffen gegen eine Mitarbeiterin des Gemeindevollzugsdiensts, es erfolgt eine Strafanzeige.

 

Außerdem wurden wiederum Treffen von Motorradfahrern an der Bergstraße festgestellt, die Polizei kontrollierte auch dort. Im Nachhinein musste festgestell werden, dass die Ausstattung des Rastplatzes mutwillig beschädigt.

 

In zwei Fällen wurde gegen das Versammlungsverbot verstoßen, gegen 9 Personen werden Bußgeldverfahren eingeleitet.

 

Nachdem am Montag schon telefonisch nachgefragt wurde, ob die Anlagen „unter der Woche“ wieder zugänglich sind, wird die Gemeindeverwaltung die Entwicklung sorgfältig beobachten.

 

Die Gemeinde dankt der Polizei, die mit verstärkten Kräften vor Ort war, dem Gemeindevollzugsdienst und vor allem den besonnnen Bürgern, die sich an die Regeln halten.